Die Rebsorten des Burgenlands
Das Burgenland ist Österreichs Rotweinregion schlechthin, geprägt vom Neusiedlersee und seinem ausgleichenden Mikroklima. Blaufränkisch ist die Leitsorte, besonders rund um Horitschon und Deutschkreutz, wo sie kräftige, würzige Rotweine mit Lagerpotenzial ergibt. Daneben spielt Zweigelt eine wichtige Rolle als österreichische Kreuzung aus Blaufränkisch und St. Laurent, während die Region um den Neusiedlersee auch für edelsüße Weißweine bekannt ist, begünstigt durch die feuchte Luft vom See, die Botrytis begünstigt. Wer die Bandbreite burgenländischer Weine verstehen will, kommt an diesen Grundlagen nicht vorbei.
Der Neusiedlersee als Klimafaktor
Der Neusiedlersee prägt das Burgenland stärker als jede andere geografische Besonderheit der Region. Als einer der größten Steppenseen Europas speichert er Wärme und gibt sie in kühleren Nächten wieder ab, was den Reben ein ausgeglichenes, mildes Klima verschafft. Diese klimatische Pufferwirkung erklärt, warum sowohl kräftige Rotweine aus Blaufränkisch als auch filigrane, edelsüße Weißweine aus derselben Region stammen können. Winzer in Orten wie Rust und Illmitz nutzen diese Lage gezielt, um Trauben länger am Stock hängen zu lassen, ohne die Frische zu verlieren.
Wie man einen Burgenland-Wein auswählt
Die Herkunft innerhalb des Burgenlands sagt oft mehr über den Wein als die Rebsorte allein. Weine aus dem Mittelburgenland, dem sogenannten Blaufränkischland, sind meist kräftiger und tanninreicher, während Weine vom Neusiedlersee selbst eine mineralischere, frischere Seite zeigen. Zweigelt eignet sich gut als Einstieg für alle, die burgenländische Rotweine kennenlernen möchten, bevor sie sich an die konzentrierteren Blaufränkisch-Weine wagen. Free Grape Society ist eine Gemeinschaft aus Produzenten, unabhängigen Experten und Weinliebhabern, kein gewöhnlicher Shop, und die burgenländischen Winzer, die hier gelistet sind, liefern ihre Weine direkt aus dem eigenen Keller.